Warum jetzt alle aufgeregt sind. 

Ohgottohgottogott!

Die Stimmung ist brisant und voller Spannung aufgeladen. Es ist nämlich so, dass beide Damen im Haushalt Briefe verschickt haben, auf deren Erfüllung sie jetzt inständig hoffen. 
Die kleine Dame hat ihren Brief sehr kunstvoll gestaltet, bunt und mit zahlreichen Schnipseln aus dem Katalog. Ganz oben drauf das Ziel der Wünsche: der Pipimax. Ein kleiner Hund den man an der Leine hinter sich herziehen kann und der auf Knopfdruck Pipi machen kann. 

Super, denk ich, das zaht uns den ganzen Dreck in die Wohnung. Im wasserpipi-feuchten Plüschgemisch hab ich schon alles picken bleiben sehen, was der Boden von so einem städtischen Kinderspielplatz alles hergibt. Kaugummi, Schlecker, Blätter, Tschickstummel, Spritzen … oh Gott nein ! Haustier bleibt Haustier und nicht außer-Haus Tier. 

Und dann seh ich die Lösung plötzlich vor mir: Wie das Kind dem Pipimax die Räumlichkeiten der Wohnung präsentiert, den kleinen Plüschfreund hinter sich herzieht und überall bleibt ein kleines bissi Lurch hängen, auf dem kleinen Hunde Bäuchlein. Der Pipimax Swiffer ist erfunden ! 
Damit die Wünsche eh auch sicher erhört werden, hat die kleine Dame unten auf den Brief ein Ildefonso raufgepickt. „Damit das Christkind auch mal was Süßes bekommt!“ Na hoffentlich hat das Christkind keine strengen Compliance Richtlinien, wo es das Ildefonso dann nicht annehmen darf oder der Tombola für die bedürftigen Himmelskollegen zur Verfügung stellen muss… oder Engel Bengel spielen. 

Die größere Dame hat ihren Brief zwar optisch nicht so kunstvoll gestaltet, dafür inhaltlich bunt, mit Worten. Auch zeitlich gibt es einen kleinen Unterschied, während die Himmels Petition von der kleinen Dame in weniger als einer Stunde verfasst wurde, hat die große Dame mehr als 3 Monate (!) für Ihren Wunschbrief benötigt. 

So und jetzt sitzen die zwei aufgeregt daheim und warten auf die Erfüllung ihrer Träume. 

Die Kleine auf das Christkind. 

Die Große auf Antwort vom Buchverlag.